2. Herrn: Mit Sieg in die Winterpause verabschiedet

Herren-Landesliga Dessau: Schönebecker SV 1861 II – TTV Jahn Roßlau 10:5

Schönebeck (tob). Nach dem die dritte Vertretung vorgelegt hatte, wollten sich auch die 2. Herren des Schönebecker SV 1861 keine Blöße geben und im abschließenden Spiel der Hinrunde ebenfalls das Team von Jahn Roßlau bezwingen. Mit einem insgesamt sicher heraus gespielten 10:5 gelang dies auch, so dass sich die Mannschaft nach einer wechselhaften Vorrunde doch noch mit einer ordentlichen Punktausbeute in die kurze Winterpause verbschieden kann. Auch Thomas Winkler stellte sich trotz seiner Knieverletzung kurz vor seiner Operation noch einmal in den Dienst der Mannschaft und wies mit 2,5-Punkten seinen Wert für das Team nach. Gegenwärtig nehmen die Schönebecker den zweiten Rang in der Tabelle der Landesliga Dessau ein. Allerdings können sich die Mannschaften aus Bernburg und Staßfurt noch an dem SSV vorbei schieben. Neben Thomas Winkler blieb auch Michael Kempf in den Einzelspielen ungeschlagen. Zudem konnten sich erfreulicherweise alle Akteure in die Punkteliste eintragen.
Auch der zweiten Vertretung gelang mit zwei Siegen in den Doppelspielen ein gelungener Start. Allerdings musste die SSV-Spitzenpaarung Olaf Voigt/Martin Unglaub allerdings hart arbeiten, um ihre Kontrahenten Steudtner/Günther in fünf Durchgängen in die Knie zu zwingen. Gegen die unberechenbaren Angriffe Steudtners und das sichere Spiel Günthers konnten sich die Einheimischen nie richtig lösen. Doch sie bewiesen vor allem im wichtigen dritten Abschnitt Nervenstärke, den sie mit 20:18 an sich brachten. Auch im Finaldurchgang blieb es spannend, bevor die etwas größere Durchschlagskraft beider SSV-Spieler den Ausschlag zugunsten der Schönebecker gaben. Dagegen hatten Thomas Winkler und Ronny Hahn aufgrund ihrer Konstanz die Partie gegen Hauler/Vamberg zumeist im Griff und setzten sich in drei Abschnitten durch. Den optimalen Start der Hausherren verhinderten die Roßlauer Majewski/Schütze, die mit dem sicheren Spiel Majewskis und der Noppen-Rückhand Schützes, der zudem einige harte Linkshand-Attacken ritt, das SSV-Duo Sebastian Löbl/Michael Kempf, das eine hohe Fehlerquote aufwies, nicht ins Spiel kommen ließen und bei ihrem Vier-Satz-Sieg nur selten in Bedrängnis gerieten.
Mit vier Siegen zu Beginn der ersten Einzelserie schienen die Schönebecker die Gäste im Schnelldurchlauf bezwingen zu wollen, wobei die drei Auftaktsiege sogar ohne Satzverlust herausgespielt wurden. Zunächst konnte Steffen Vamberg lediglich im Auftaktsatz mit einigen guten Rückhand-Bällen einigermaßen mithalten, bevor sich erneut das beständige Spiel Thomas Winklers aus der Mitteldistanz souverän durchsetzte, zumal sich Vamberg schnell in sein Schicksal fügte. Auch Olaf Voigt begegnete die guten Aufschläge und einige druckvolle Offensivaktionen Christian Steudtner mit eigenen, beidseitig vorgetragenen Angriffen, die zumeist zum Erfolg führten und besorgte sich ebenfalls einen Drei-Satz-Sieg, wobei sich Voigt auch durch einen Rückstand Mitte des dritten Abschnitts nicht von seinem Weg abbringen ließ. Auch Sebastian Löbl hatte lediglich im Auftaktsatz mit dem unorthodoxen Spiel Steven Haulers mit der Noppen-Rückhand und einigen Vorhand-Attacken des Rosselstädters leichte Probleme. Doch nachdem der Schönebecker diesen Satz noch gewann, wurden seine Aktionen sicherer, zumal er nun häufig die unsichere Vorhand des Roßlauers anvisierte, und wurde in den beiden anschließenden Durchgängen kaum noch gefordert. Dagegen fand Michael Kempf gegen das weiche, aber sichere Spiel Martin Majewskis zunächst kein Rezept, ließ sich dem TTV-Akteur zu überhasteten Aktionen verleiten, verzeichnete eine hohe Fehlerquote und musste die beiden Auftaktsätze abgeben. Doch Kempf steigerte sich, zwang sich, die Bälle besser zu verteilen, wobei Majewski gegen den Rückhand-Noppenbelag Kempfs vor allem mit der Vorhand nun zahlreiche Fehler einstreute. Da der Schönebecker nun auch geduldiger auf seine Angriffschance wartete und diese entschlossen abschloss, konnte er dieses Match mit großer Moral noch aus dem Feuer reißen. Doch die Anhalter wehrten sich, und mit vier Siegen aus den folgenden fünf Spielen fanden sie wieder Anschluss. Ronny Hahn wehrte sich vor allem im Auftaktsatz, den knapp in der Verlängerung verlor, nach Kräften, doch gegen den Noppen-Belag Wolfram Schützes fehlt ihm ein wirkungsvoller Endschlag, so dass sich Schütze den Schönebecker zurecht legen konnte und seinerseits mit trockenen Vorhand-Schüssen traf, so dass Hahn mit einer 0:3-Niederlage den Tisch verlassen musste. Auch Martin Unglaub konnte das weiche Spiel Mario Günthers nicht knacken, biss sich gegen den sicher wirkenden TTV-Routinier die Zähne aus und musste sich in vier Durchgängen geschlagen geben, weil ihm das richtige Timing zwischen vorbereitenden Aktionen und entschlossenen Endschlägen fehlte.
Doch Thomas Winkler sorgte mit seinem Erfolg im Spitzenspiel über Christian Steudtner für die 7:3-Führung und etwas Beruhigung auf Seiten des SSV. Allerdings hatte er zunächst Probleme mit den variablen Aufschlägen und einigen harten Attacken Steudtners, konnte aber den wichtigen Auftaktsatz an sich bringen und vermied einen 0:2-Satzrückstand. Ab dem dritten Abschnitt returnierte er kontrollierter und bekam die Partie in den Griff, zumal Steudtner sich erneut mehr mit den vermeintlich ungünstigen Bedingungen als mit seinem Spiel beschäftigte, und behielt mit 3:1-Sätzen die Oberhand. Auch Olaf Voigt diktierte mit konzentrierten Angriffen die Partie gegen Steffen Vamberg zunächst sicher, vergab aber eine mögliche 2:0-Satzführung, als er eine Führung Mitte des zweiten Satzes nicht in einen weiteren Satzgewinn ummünzen konnte. Anschließend zerbröselte das Spiel Voigts etwas, so dass der nun aggressiver agierende Roßlauer Oberwasser bekam und dies zu einen am Ende verdienten 3:1-Sieg nutzte. Auch Sebastian Löbl musste Martin Majewski zu einem 3:1-Sieg gratulieren. Zwar steigerte sich der Schönebecker in den beiden Schlussabschnitten etwas, doch fehlte Löbl häufig der finale Endschlag, um den sicher aus der Mitteldistanz agierenden Roßlauer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, so dass Roßlau bis auf 5:7 verkürzte. Doch mit drei Siegen in Serie trat der SSV die aufkeimenden Hoffnungsfunken der Akteure von der Rossel schnell aus. Ähnlich wie Sebastian Löbl hatte auch Michael Kempf lediglich im Auftaktsatz mit dem etwas unorthodoxen Spiel Steven Haulers leichte Schwierigkeiten, bevor sich die größeren spielerischen Möglichkeiten des Gastgebers in der Angriffsgestaltung deutlich bemerkbar machten und zu einem glatten Drei-Satz-Sieg Kempfs führten. Für die Entscheidung sorgte Ronny Hahn durch einen schwer erkämpften Drei-Satz-Sieg, wobei der Matchgewinn durch einen überzeugenden 3:0-Erfolg im Parallelspiel durch Martin Unglaub über Wolfram Schütze, den Unglaub dank seines variablen Einsatzes seiner Noppen-Rückhand und einigen Vorhand-Attacken sicher beherrschte, de facto bereits feststand. In den drei Auftaktsätzen wurde erneut deutlich, dass Hahn gegen Spieler, die ein Spiel mit eher geringem Tempo bevorzugen, trotz aller Sicherheit etwas die Mittel fehlen, um den nötigen Angriffsdruck auszuüben. Doch nach dem 1:2-Satzrückstand biss sich der Schönebecker in die Partie, beantwortete die weichen Bälle Mario Günthers mit noch sichereren Aktionen und einigen gezielten Attacken, wobei in den beiden Schlussätzen auch die konditionellen Vorteile Hahns sichtbar wurden, so dass der SSV-Akteur die Partie noch drehen konnte und den 10:5-Endstand herstellte.

Schönebecker SV 1861 II: Th. Winkler (2,5), O. Voigt (1,5), S. Löbl (1), M. Kempf (2), R. Hahn (1,5), M. Unglaub (1,5).

TTV Jahn Roßlau: Chr. Steudtner (0), St. Vamberg (1), M. Majewski (1,5), St. Hauler (0), M. Günther (1), W. Schütze (1,5).

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Kommentare: 1
  • #1

    Ela Foree (Mittwoch, 01 Februar 2017 18:37)


    Keep on writing, great job!